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 Mieten ziehen an – Vor allem Wohnen in der Großstadt wird teurer
Der Markt für Mietwohnungen Miethöhe Wohnen - Mietpreise in 360 Städten in Deutschland - Der Preisspiegel Wohnen 2007/2008 des Immobilienverband IVD

Sie interessieren sich für die Mietpreise in Ihrer Stadt. Im Preisspiegel Wohnen der IVD sind für 360 Städte in Deutschland die Mieten zusammengefasst. Auch Ihre Stadt wird dabeisein. Sie können den Preisspiegel über diese Webseite bestellen. Bitte klicken Sie hier. Der Preisspiegel kostet 75,- €

TitelWohnpreisspiegelDer Preisspiegel Wohnen unterteilt die Mieten in die drei Bauklassen "vor 1.1.1949", "nach 1.1.1949" und Neubau. Ferner erfolgt eine Unterteilung nach Wohnlagen in
- einfache Wohnlage
- mittlere Wohnlage
- gute Wohnlage
- sehr gute Wohnlage.

Alle Preise sind als Schwerpunktpreise zur Orientiertung innerhalb einer Stadt angegeben, so dass Sie den von Ihnen gesuchten Wert leicht finden können.

1. Der Markt für Mietwohnungen
Die Mieten in Deutschland steigen weiter - insbesondere in den Großstädten. Wer im Jahr 2007 eine Mietwohnung neu bezogen hat, musste im Durchschnitt der rund 370 vom IVD beobachteten Städte knapp ein Prozent mehr Miete bezahlen als im Vorjahreszeitraum. Allerdings gibt es Unterschiede in den einzelnen Segmenten und Städten. Insgesamt ist festzustellen, dass in den größeren Städten die Tendenz zu steigenden Mieten ausgeprägter ist als in kleineren. So verzeichnet der IVD in Städten über 100.000 Einwohnern einen durchschnittlichen Preisanstieg der Nettokaltmiete zwischen ein und zwei Prozent - in Städten unter 100.000 Einwohnern hingegen lediglich ein Plus von rund einem halben Prozent. In Einzelfällen fällt diese Steigerungsrate deutlich höher aus. So sind die Mieten in Magdeburg Magdeburg, Witten und Essen um über 10 % gestiegen, in den Städten Trier und Essen betrug die Steigerungsrate mehr als 9 %. Aber auch in Hamburg, Leipzig und Berlin lagen die Steigerungen zwischen 3,5 und 4,5 % zum Vorjahr und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Zudem verzeichnen Wohnungen in guten Lagen in guter Ausstattungsqualität (d.h. guter Wohnwert) einen – unabhängig vom Baufertigstellungsalter – in diesem Jahr einen überdurchschnittlich hohen Preisanstieg. Zudem werden gut sanierte Altbauten nach wie vor stärker nachgefragt als Neubauten. Der Trend zu Mietsteigerungen ist daher vor allem bei Altbauwohnungen in Städten mit über 300.000 Einwohnern sehr ausgeprägt. Im IVD-Bundesdurchschnitt gibt es bei Altbauwohnungen in guten Wohnlagen einen Mietanstieg von 0,7 Prozent. Altbauwohnungen in guten Wohnlagen der Großstädte verzeichnen indes einen Mietanstieg von 2,6 Prozent.

Vor dem Hintergrund, dass die Baugenehmigungen und Baufertigstellungen in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken sind , ist davon auszugehen, dass die Mieten vor allem in den Großstädten weiter steigen werden und die Nachfrage nach Altbauwohnungen weiter zunehmen wird.

Im Jahr 2008 dürften die Baufertigstellungen infolge der enorm starken Rückgänge bei den Baugenehmigungen (ca. 38 % weniger im 1. Halbjahr 2007) auf einen historischen Tiefstand von unter 200.000 Wohnungen liegen.

Ebenfalls bleibt festzuhalten, dass der Mietpreisanstieg im Bereich der Neubauwohnungen ausgeprägter ist als noch in den Vorjahren. Im Bundesdurchschnitt ist der Mietpreisanstieg mit rund einem halben Prozent zwar nur etwas höher als im Vorjahr, jedoch werden in Großstädten Steigerungsraten von ein bis zwei Prozent – ähnlich denen der Bestandobjekte – beobachtet.

Die Steigerungen der Neuvertragsmieten haben sich – zwar langsam und in unterschiedlicher Höhe auf niedrigem Niveau – in allen Segmenten und in allen Städtegrößen flächendeckend durchgesetzt. Bleibt abzuwarten ob und wie lange dieser Zustand, insbesondere in den Großstädten, anhält. Von tatsächlicher Knappheit zu sprechen ist sicherlich noch verfrüht. Ein IVD-bundesweiter 10-Jahresvergleich zeigt die Entwicklung auf: Statistisch sind die Wohnungsnettokaltmieten für eine durchschnittliche Wohnung heute lediglich rund 4 bis 5 Prozent höher als 1997. Erst eine Verknappung und somit weiter steigende Mieten rufen die Investoren im Geschosswohnungsbau auf den Plan.

1.1 Der Mietwohnungsmarkt im Einzelnen
Der Quadratmetermietpreis für eine durchschnittliche Mietwohnung (3 Zimmer, ca. 70 Quadratmeter Wohnfläche) in mittlerer Lage und mittlerer Qualität aus der Nachkriegsära kostet - über alle 370 beobachteten Städte – heute bei Vertragsabschluss rund 5,05 EUR monatlich nettokalt und liegt somit 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für eine vergleichbare Mietwohnung im Neubau-Erstbezug muss man rund 1 Euro je Quadratmeter mehr bezahlen – die 6,05 EUR /m2 resultieren aus einem Anstieg von rund 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine vergleichbare Wohnung aus der Vorkriegszeit kostet durchschnittlich 4,60 EUR/m2 und hat sich um rund 0,7 Prozent zum Vorjahr verteuert.

Die statistisch für 5,05 EUR/m2 Wohnfläche erhältliche Mietwohnung aus der Nachkriegsära kostet in der bayerischen Landeshauptstadt allerdings 8,90 EUR/m2. Damit liegt die Wohnungsmiete in München rund 75 Prozent über dem vom IVD beobachteten Bundesdurchschnitt. Dicht gefolgt von Stuttgart (8,50 EUR/m2), Darmstadt (8,00 EUR/m2), Mainz (7,70 EUR/m2), Wiesbaden und Heidelberg (je 7,60 EUR/m2). Für 7,00 EUR je Quadratmeter kann man in Düsseldorf, Hamburg oder Freiburg eine durchschnittliche Wohnung mit mittlerem Wohnwert aus der Nachkriegsära mieten. In der Bundeshauptstadt Berlin beträgt die Durchschnittsmiete für Wohnungen in Nachkriegsbauten mit mittlerem Wohnwert derzeit 5,90 EUR/m2 .

2. Der Markt für Wohneigentum
Die noch im Vorjahr zu beobachteten bundesweiten Preisrückgänge für Einfamilienhäuser und Reihenhäuser von knapp einem Prozent sind gestoppt. Im Durchschnitt der 370 beobachteten Städte kann von Preisstabilität gesprochen werden. Preisrückgänge in Höhe von rund 1 Prozent sind lediglich in Mittel- und Kleinstädten zu beobachten.

Die Preise für Einfamilienhäuser und Reihenhäuser in allen Lagen und Qualitäten haben sind in allen Städten über 100.000 Einwohner statistisch knapp 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert. In Städten über 200.000 Einwohner sind die Preise um rund 1 Prozent - und in Städten über 300.000 Einwohner um fast 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Im Durchschnitt der rund 370 beobachteten Städte kostete 2007 ein freistehendes Eigenheim, in mittlerer Lage und mittlerer Ausstattungsqualität (mittlerer Wohnwert), ca. 125 Quadratmeter Wohnfläche, ortsüblich großem Grundstück bislang rund 194.000 Euro und hat sich preislich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die höchsten Preise werden für Objekte dieser Art mit 490.000 Euro in München bezahlt, gefolgt von Frankfurt mit 400.000 Euro und Heidelberg mit 380.000 Euro.

Das anhaltende niedrige Preisniveau bei Einfamilienhäusern und Reihenhäusern und die niedrigen Zinsen sind weiterhin vor allem für Eigennutzer beste Voraussetzungen für den Kauf eines Einfamilienhauses.

Ein 10-Jahresvergleich zeigt auf, dass das klassische freistehende Einfamilienhaus zurzeit immer noch die wertstabilste Anlageform in Wohnimmobilien ist. Ein Vergleich von rund 150 bundesweiten Städten zeigt auf, dass sich die Preise für Einfamilienhäuser nahezu auf dem Niveau des Jahres 1997 bewegen. Vor dem Hintergrund der enormen Preissteigerungen Anfang bis Mitte der 90er Jahre und dem anschließenden Konsolidierungsprozess ist die Wertstabilität beachtlich.


 Günstiger Zeitpunkt für Erwerb von Eigentumswohnungen
Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich der Preisrückgang bei Eigentumswohnungen halbiert. Für bezugsfreie Eigentumswohnungen im Bestand ist aber immer noch ein Preisrückgang von rund 0,6 Prozent zu verzeichnen. Eigentumswohnungen im Neubau verzeichnen hingegen im Vergleich zum Vorjahr Preisstabilität.

Im IVD-Durchschnitt der rund 370 beobachteten Städte kostet eine ca. 70 Quadratmeter große Eigentumswohnung mit drei Zimmern in normaler Lage und in normaler Ausstattungsqualität (mittlerer Wohnwert) rund 977 Euro/m² und kostet damit knapp 1 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Die höchsten Preise werden in diesem Segment in München mit 2.010 Euro/m² gezahlt, gefolgt von Düsseldorf mit 1.800 Euro/m² und Stuttgart mit 1.750 Euro/m².